Kollagen ist das am häufigsten vorkommende Strukturprotein im menschlichen Körper. Es kommt in unterschiedlichen Typen vor, die sich in ihrer Aminosäurezusammensetzung und ihrem Vorkommen im Gewebe unterscheiden.
Auf dem Markt finden sich sowohl Kollagen-Typ-I- und -III-Mischungen als auch isolierte Typ-II-Produkte. Doch worin liegen die Unterschiede – und wann wird welcher Typ typischerweise eingesetzt?
Bis heute wurden über 20 Kollagentypen identifiziert. Für Nahrungsergänzungen sind vor allem relevant:
Typ I
Typ II
Typ III
Diese unterscheiden sich primär durch ihre strukturelle Funktion im Körper.
👉 Was ist Kollagen? Funktionen, Vorkommen & Bedeutung für den Körper
Typ I ist der am häufigsten vorkommende Kollagentyp im menschlichen Körper. Er findet sich vor allem in:
Haut
Sehnen
Bändern
Knochen
Faszien
Hydrolysiertes Kollagenpulver aus Rind oder Fisch enthält überwiegend Typ I (häufig kombiniert mit Typ III).
Typ III kommt häufig gemeinsam mit Typ I vor und ist ebenfalls Bestandteil von:
Haut
Gefäßwänden
Organstrukturen
Viele „Kollagen Typ I + III“-Produkte basieren auf Rinderkollagen, da dieses natürlicherweise beide Typen enthält.
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Typ II unterscheidet sich strukturell deutlich von Typ I und III. Er ist vor allem Bestandteil von:
Knorpelgewebe
Gelenkstrukturen
Typ-II-Kollagen wird meist aus Hühnerknorpel gewonnen. Es wird entweder:
hydrolysiert (aufgespalten in Peptide) oder
als undenaturiertes Typ-II-Kollagen angeboten (niedrige Dosierung, andere Verarbeitung).
enzymatisch aufgespalten
gut wasserlöslich
geschmacksneutral
flexibel dosierbar
Typ I + III Produkte sind meist hydrolysiert.
geringere Dosierung
Struktur bleibt weitgehend erhalten
spezielle Herstellungsverfahren
Hier steht nicht die Menge, sondern die Struktur im Fokus.
Ein Mix aus Typ I und III orientiert sich an der natürlichen Zusammensetzung vieler Bindegewebe.
Da Typ I im Körper dominiert und Typ III häufig begleitend vorkommt, ist diese Kombination im Supplementbereich besonders verbreitet.
Typ II wird hingegen gezielt separat angeboten, da sein Vorkommen im Körper funktionell klar abgegrenzt ist.
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Rinderkollagen → meist Typ I + III
Fischkollagen → überwiegend Typ I
Geflügelkollagen → häufig Typ II
Die Wahl hängt von individuellen Präferenzen, Ernährungsweise und Produktkonzept ab.
Die Unterschiede liegen weniger in „besser oder schlechter“, sondern in:
strukturellem Vorkommen im Körper
Herkunftsquelle
Verarbeitung
Dosierungskonzept
Ein Typ-I+III-Pulver ist vielseitig einsetzbar und meist höher dosiert.
Typ-II-Produkte sind spezifischer positioniert und häufig niedriger dosiert.
Kollagen Typ I und III sind typische Bestandteile klassischer Kollagenpulver, während Typ II vor allem knorpelspezifisch vorkommt und häufig separat angeboten wird.
Die Wahl des Produkts hängt von Zielsetzung, Herkunftspräferenz und gewünschter Darreichungsform ab – nicht von pauschalen Überlegenheitsbehauptungen.
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