Kollagen Typ 1 und 3 vs. Typ 2
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Kollagen Pulver & Pulver-Mix: Typ I + III vs. Typ II – sachlich erklärt

Kollagen ist das am häufigsten vorkommende Strukturprotein im menschlichen Körper. Es kommt in unterschiedlichen Typen vor, die sich in ihrer Aminosäurezusammensetzung und ihrem Vorkommen im Gewebe unterscheiden.

Auf dem Markt finden sich sowohl Kollagen-Typ-I- und -III-Mischungen als auch isolierte Typ-II-Produkte. Doch worin liegen die Unterschiede – und wann wird welcher Typ typischerweise eingesetzt?

1. Grundsätzlich: Was sind Kollagentypen?

Bis heute wurden über 20 Kollagentypen identifiziert. Für Nahrungsergänzungen sind vor allem relevant:

  • Typ I

  • Typ II

  • Typ III

Diese unterscheiden sich primär durch ihre strukturelle Funktion im Körper.

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2. Kollagen Typ I – Strukturgeber im Bindegewebe

Typ I ist der am häufigsten vorkommende Kollagentyp im menschlichen Körper. Er findet sich vor allem in:

  • Haut

  • Sehnen

  • Bändern

  • Knochen

  • Faszien

Hydrolysiertes Kollagenpulver aus Rind oder Fisch enthält überwiegend Typ I (häufig kombiniert mit Typ III).

3. Kollagen Typ III – Ergänzung zu Typ I

Typ III kommt häufig gemeinsam mit Typ I vor und ist ebenfalls Bestandteil von:

  • Haut

  • Gefäßwänden

  • Organstrukturen

Viele „Kollagen Typ I + III“-Produkte basieren auf Rinderkollagen, da dieses natürlicherweise beide Typen enthält.

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4. Kollagen Typ II – Knorpelspezifisch

Typ II unterscheidet sich strukturell deutlich von Typ I und III. Er ist vor allem Bestandteil von:

  • Knorpelgewebe

  • Gelenkstrukturen

Typ-II-Kollagen wird meist aus Hühnerknorpel gewonnen. Es wird entweder:

  • hydrolysiert (aufgespalten in Peptide) oder

  • als undenaturiertes Typ-II-Kollagen angeboten (niedrige Dosierung, andere Verarbeitung).

5. Hydrolysiert vs. undenaturiert – technischer Unterschied

Hydrolysiertes Kollagen (Kollagenpeptide)

  • enzymatisch aufgespalten

  • gut wasserlöslich

  • geschmacksneutral

  • flexibel dosierbar

Typ I + III Produkte sind meist hydrolysiert.

Undenaturiertes Typ II

  • geringere Dosierung

  • Struktur bleibt weitgehend erhalten

  • spezielle Herstellungsverfahren

Hier steht nicht die Menge, sondern die Struktur im Fokus.

6. Pulver-Mix: Warum werden Typ I + III kombiniert?

Ein Mix aus Typ I und III orientiert sich an der natürlichen Zusammensetzung vieler Bindegewebe.

Da Typ I im Körper dominiert und Typ III häufig begleitend vorkommt, ist diese Kombination im Supplementbereich besonders verbreitet.

Typ II wird hingegen gezielt separat angeboten, da sein Vorkommen im Körper funktionell klar abgegrenzt ist.

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7. Herkunft: Rind, Fisch oder Geflügel?

  • Rinderkollagen → meist Typ I + III

  • Fischkollagen → überwiegend Typ I

  • Geflügelkollagen → häufig Typ II

Die Wahl hängt von individuellen Präferenzen, Ernährungsweise und Produktkonzept ab.

8. Was bedeutet das für Verbraucher?

Die Unterschiede liegen weniger in „besser oder schlechter“, sondern in:

  • strukturellem Vorkommen im Körper

  • Herkunftsquelle

  • Verarbeitung

  • Dosierungskonzept

Ein Typ-I+III-Pulver ist vielseitig einsetzbar und meist höher dosiert.
Typ-II-Produkte sind spezifischer positioniert und häufig niedriger dosiert.

Fazit

Kollagen Typ I und III sind typische Bestandteile klassischer Kollagenpulver, während Typ II vor allem knorpelspezifisch vorkommt und häufig separat angeboten wird.

Die Wahl des Produkts hängt von Zielsetzung, Herkunftspräferenz und gewünschter Darreichungsform ab – nicht von pauschalen Überlegenheitsbehauptungen.

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